- Zeitenwechsel
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Tiefverschneite, lautlose Wälder; zugefrorene Seen und Flüsse; Wolfsspuren; - nein, keine Bärenspuren; die halten ihren Winterschlaf. - Spätestens im November hält der Winter Einzug. Eine dicke Schneedecke läßt für Monate die kleinen verstreuten Dörfer in der Weite der Landschaft verschwinden. - Klirrender Frost - Pelzmützen und Pelzstiefel - glitzernde, blankgeschliffene Schlittenspuren - knirschender Schnee unter den Füßen – in der Luft ein Hauch von Holzfeuerung und der Duft von, im Kamin hängendem, räucherndem Fleisch. Hier ist der richtige Ort die Novembermelancholie zu vertreiben und den Winterurlaub zu verbringen, und Weihnachten und Neujahr stimmungsvoll zu feiern; mit der Familie oder mit (russischen) Freunden nach russischer Tradition. Der Kulturkalender der Stadt ist voll von festlichen Opern- und Ballettaufführungen, Gesangs- und Tanzprogrammen, Konzerte. Die mystischen Gesänge in den kerzengeschmückten Kirchen unterstreichen die Weihnachtsstimmung. Wegen
Beibehalten des Julianischen Kalenders wird Weihnachten in
Rußland nach russisch-orthodoxer Tradition am 7. Januar
gefeiert; Viel Schnee und die frostigen Temperaturen bieten eine Menge Vergnügungen im Freien: Eislaufen, Rodeln, Schi-Langlauf, Eisstock-Schießen; - oder man stapft nur einfach durch den tiefen Schnee, oder läßt sich, warm verpackt, mit dem Pferdeschlitten durch die verschneite Landschaft ziehen. Der Tag vergeht im Nu; - früh bricht um diese Zeit die Dunkelheit herein. Gern sitzt man dann im gemütlichen Blockhaus am lodernden Feuer am Kamin; - in der Nase der Duft von Bratäpfeln, Punsch und verbranntem Harz. Man genießt den Tee aus dem Samowar, die selbstgebackenen Plätzchen; man spielt, man plaudert und schaut zu, wie das Feuer knisternd und züngelnd langsam um sich greift und ein Holzscheit nach dem anderen in Flammen aufgeht, um dann funkenstiebend zusammenzufallen.- Der Kachelofen strahlt noch Wärme aus, wenn ein neuer Tag anbricht.-
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