Reiseziel: Geheimnisvoller Ural
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Geheimnisvoller Ural

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-Tiefverschneite, lautlose Wälder; zugefrorene Seen und Flüsse; Wolfsspuren; - nein, keine Bärenspuren; die halten ihren Winterschlaf. - Spätestens im November hält der Winter Einzug. Eine dicke Schneedecke lässt für Monate die kleinen verstreuten Dörfer in der Weite der Landschaft verschwinden. - Klirrender Frost - Pelzmützen und Pelzstiefel - glitzernde, blank geschliffene Schlittenspuren - knirschender Schnee unter den Füßen – in der Luft der Duft von Holzfeuerung und von räucherndem Fleisch.

Hier ist der richtige Ort die Novembermelancholie zu vertreiben und den Winterurlaub zu verbringen, und Weihnachten und Neujahr stimmungsvoll zu feiern; mit der Familie oder mit (russischen) Freunden nach russischer Tradition.

Der Kulturkalender der Stadt ist voll von festlichen Opern- und Ballettaufführungen, Gesangs- und Tanzprogrammen, Konzerte. Die mystischen Gesänge in den kerzengeschmückten Kirchen unterstreichen die Weihnachtsstimmung.

Nach dem Julianischen Kalenders wird Weihnachten in Russland nach russisch-orthodoxer Tradition am 7. Januar gefeiert;
Neujahr gleich zweimal: vom 13. zum 14. Januar als Fest der russisch-orthodoxen Kirche, und offiziell vom 31. Dezember zum 1. Januar.
Dieser Tag entspricht unserem "Heiligen Abend"; man feiert mit der Familie und mit Freunden unterm geschmückten Tannenbaum und stößt auf's Neue Jahr an;
und es bringt auch nicht der Weihnachtsmann, oder das Christkind die Geschenke, sondern „Väterchen Frost“ und seine Enkelin „Schneeflöckchen“.

Viel Schnee und die frostigen Temperaturen bieten eine Menge Vergnügungen im Freien: Eislaufen, Rodeln, Schi-Langlauf, Eisstock-Schießen; - oder man stapft nur einfach durch den tiefen Schnee, oder lässt sich, warm verpackt, mit dem Pferdeschlitten durch die verschneite Landschaft ziehen.

Der Tag vergeht im Nu; - früh bricht um diese Zeit die Dunkelheit herein. Gern sitzt man dann im gemütlichen Blockhaus am lodernden Feuer am Kamin; - in der Nase der Duft von Bratäpfeln, Punsch und verbranntem Harz. Man genießt den Tee aus dem Samowar, die selbst gebackenen Plätzchen; man spielt, man plaudert und schaut zu, wie das Feuer knisternd und züngelnd langsam um sich greift und ein Holzscheit nach dem anderen in Flammen aufgeht, um dann funken stiebend zusammenzufallen.-

Der Kachelofen strahlt noch behagliche Wärme aus, wenn ein neuer Tag anbricht.-


Zuletzt geändert: 18.12.2016, 23:53:22 von Bruno Biernath, sen.